Kinderhospiz Mitteldeutschland

Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. Über 35 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort.

Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 1.000.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Hunderte betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins.

6.700.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien - fernab von jeder Krankenhausatmosphäre. Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Initiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2018 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage stetig steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 1.000.000 Euro Investitionskosten benötigt.

KoCoS hilft weltweit

KoCoS Messtechnik AG (Hauptsitz Korbach, Nordhessen) gehört zur Weltspitze in der Branche der elektrischen und optischen Messtechnik. Im Rahmen ihres 25-jährigen Firmenjubiläums gründete die KoCoS Gruppe 2013 das Hilfsprojekt www.kocos-care.org und engagiert sich damit weltweit für notleidende Kinder und Familien.

Neben den SOS Kinderdörfern, den Hilfswerken Misereor und Caritas unterstützt KoCoS seit vielen Jahren die hervorragende Arbeit des Kinderhospiz Balthasar (Olpe, Nordrhein Westfalen). Seit 2017 ist KoCoS nun auch offizieller Partner und Förderer des Kinderhospiz Mitteldeutschland (Tambach-Dietharz, Thüringen).

Zu diesem Anlass wurde in einem feierlichen Rahmen die Spende der Unternehmensgruppe in der Niederlassung in Weimar durch den Vorstandsvorsitzenden der KoCoS Messtechnik AG, Thomas Becker, und dem Geschäftsführer der KoCoS Automation GmbH, Axel Gaglin, übergeben.

Mit der Spende soll die Arbeit des Hospizes unterstützt und gefördert werden, damit auch in Zukunft Familien mit Kindern, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, weiterhin optimale Betreuung und Hilfe bekommen können.

Mehr als 40.000 Kinder und Eltern kennen in Deutschland die erschütternde Diagnose: "Ihr Kind ist unheilbar krank, wir können nichts mehr für Ihr Kind tun". Diesen Familien zu helfen, ihnen vom Tag der Diagnose bis über den Verlust des geliebten Kindes hinaus zur Seite zu stehen, ist die Kernaufgabe des Kinderhospizes.

"Wir können dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben".
Nach diesem Motto von Cicely Saunders übernimmt die KoCoS Gruppe mit ihrem Hilfsprojekt KoCoS Care soziale Verantwortung.



Bildunterschrift:
v.l.n.r. Stephan Masch, Leitung Fundraising & Kommunikation Kinderhospiz Mitteldeutschland, Thomas Becker, Vorstandsvorsitzender KoCoS Messtechnik AG, Axel Gaglin, Geschäftsführer KoCoS Automation GmbH